Gaddafi – und dann?

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Der Sturz des Diktators Gaddafi scheint unmittelbar bevorzustehen. Rebellen greifen Tripolis an, die NATO bombardiert die Stadt und Gaddafi wirkt, genau wie zuvor auch schon, recht verwirrt bis verrückt, mit seinen Durchhalteparolen und seinem Wunsch, bis zum Ende durchzuhalten.

Doch dabei scheint Gaddafi nicht mehr das unbedingt vordringlichste Problem darzustellen. Genau wie in Tunesien und in Ägypten ist nun in Libyen die Frage – sollte Gaddafi tatsächlich stürzen – was nach ihm kommt. Welche Partei an die Macht kommt. Welche Ideologie das offizielle Libyen vertritt. Die Rebellen sind siegessicher. Doch ein wirklicher Sieg über Gaddafi markiert erst den Anfang des Weges zu einer Demokratie. Seit Jahrzehnten beherrschte der Gaddafi-Clan Libyen, also wäre es nur verständlich, wenn Unsicherheit Einzug halten würde.

Wir können für das libysche Volk nur auf eine wirkliche Demokratie hoffen. Allerdings wäre es naiv zu glauben, dass nicht die verschiedensten Gruppierungen versuchen werden, ihre Interessen durchzusetzen. Darunter auch der Westen. Doch das wäre ein Fehler. Das bestärkt lediglich die radikalen Kräfte, welche eine Einmischung in libysche Angelegenheiten nicht dulden würden. Das wäre dann wohl ein sehr großes Problem.

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