Wir bleiben beim Stillstand

Oder wie alles beim Gleichen blieb

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Ach, ist das schön. Der Wahlkampf, also eine Zeit gähnender Inhaltsleere und voller Fadheit ist endlich vorbei; lang lebe die tiefschlafende Inhaltsleere und die Zeit schlafender Socken. Denn jetzt kommt das Kabinett Faymann II, sprich, weitere fünf Jahre Winterschlaf. Ja, wieder fünf Jahre, kaum zu glauben. Wer ist eigentlich auf die famose Idee gekommen, die Legislaturperiode auf fünf Jahre zu verlängern? War das, damit der Josef Cap endlich alle Finger seiner Hand dazu brauchen kann, die Regierungszeit zu zählen? Aber nein, in Wahrheit wollte man doch mehr Zeit zum arbeiten, ohne ständig von den Bürgerinnen und Bürgern unterbrochen zu werden. Ja, ja, Wahlen, die Geißel der Demokratie.

Aber jetzt im Ernst, wer hätte schon gedacht, dass sich wirklich so wenig ändert? Die große Koalition aus SPÖ und ÖVP wird wahrscheinlich bleiben, auch, wenn Michael Spindelegger und die ÖVP jetzt ordentlich auf den schwarz-blau-stronach‘schen Busch klopfen. Das Trauma der Opposition für die Sozialdemokraten, jetzt gleich noch einmal? Irgendetwas lässt einen auch am Verstand der Wählerinnen und Wähler zweifeln, nach dem Aufdecken aller rot-schwarz-blau-orangen Ungeheuerlichkeiten. Man fragt sich ja, ob die Steuerzahler wissen, was sie sich da aufbürden, aber okay, der Österreicher will sich ja aufregen. Das ist, als ginge man ins Casino, da kauft man sich auch Spaß.

Schade ist es eigentlich um Josef Bucher, der war irgendwie witzig. Hat geglaubt, er reißt der Welt ein Bein aus mit dem BZÖ, taucht  zur Wahlfahrt mit Hanno Settele in der Krachledernen auf und gibt sich als lebende Freiheitsstatue Österreichs

Genutzt hat ihm das nichts, da haben viel zu viele Leute einfach Pink gedacht. Ja, hätte er einmal besser auf die Eva Glawischnig gehört, die hat ihm gesagt, er soll die Freiheitsstatue machen, vor laufender Kamera. Bundeskanzler hätte er werden können. Aber ja, man will sich doch eben von den Grünen nicht bevormunden lassen, wo samma denn.

Offenbar in einem Land, in dem ein blaues Wunder ein blaues Auge bedeutet. Zumindest die Steirer nahmen das mit dem blauen Wunder wirklich todernst und beschlossen spontan, das neue Kärnten zu werden. Das ehemalige Haiderland wählte übrigens geschlossen SPÖ, diesmal.

Aber insgesamt, das ist ja, niemand will ja da was ändern. Sogar die Parteichefs dürften die gleichen bleiben, außer die ÖVP macht wirklich ernst. Nur, wie gesagt jetzt gibt‘s nicht mehr Josef Bucher, sondern Matthias Strolz. Wenigstens wissen wir, dass Frank Stronach noch alle seine Zähne hat und manche Menschen eine Fußgängerzone wichtiger bewerten als Maßnahmen gegen Korruption. Aber hey.

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